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Evolution ist eine sehr weit verbreiteter Mail Client, allerdings bietet er nur sehr rudimentäre Funktionen zur Spamfilterung an. Dies soll allerdings kein Grund sein, gleich den Mailclient zu wechseln und auf all die Vorteile, die Evolution bietet zu verzichten. In nur wenigen Schritten lässt sich die mächtige Spamerkennungssoftware Spamassassin in Evolution einbinden und so mit den Features von Evolution vereinen.
Bei der Installation von Spamassassin kommt es natuerlich wie immer auf die Distribution an. So kann es unter Debian wie ueblich mittels 'apt-get install spamassassin' erledigt werden. Gentoo User verwenden ein 'emerge Mail-SpamAssassin'. Natuerlich hat auch Fedora RPMs parat, und da Spamassassin auf Perl basiert kann es auch ueber CPAN installiert werden. Ich als Fedora User bevorzuge an dieser Stelle die RPM Variante. User, deren Distribution Spamassassin nicht mitbringt können auch unter http://eu.spamassassin.org/downloads.html tar.gz bzw tar.bz2 Pakete runterladen.
Bevor evolution eingerichtet werden kann muss erst noch ein kleines Skript vorbereitet werden. Dazu wird erst eine Datei "/usr/bin/filterscript" erstellt. Als erstes sollte sie mit 'chmod +x filterscript' ausführbar gemacht werden. Danach kommt natuerlich das übliche "#!/bin/sh" und in einer neuen Zeile "spamassassin -e". Das "-e" ist notwendig, da hier aufgrund des Rückgabewertes entschieden werden kann, ob es sich bei einem übergebenem File um Spam handelt oder nicht. (ueblicherweise wird duch hinzufügen eigener Header unterschieden)
Als erstes sollte dazu in Evolution ein neuer Ordner erstellt werden, in dem die Spam Mails landen sollen (natuerlich koennte man die Mails auch gleich löschen, allerdings kann sich ja SpamAssassin auch irren). Im Prinzip ist es egal, wo dieser Ordner liegt. Ich habe ihn im Folgenden als Unterordner der Inbox erstellt.

Nun kommt der wesentliche Teil: Der Filter muss eingerichtet werden. Dazu muss mittels "Tools -> Filters" und "Add" das Menü fuer das Hinzufügen von Filterregeln aufgerufen werden.
Der Filtername kann hier frei gewählt werden. (Ich habe mich für "SpamAssassin" entschieden). Im 1. Feld in der "If" Klausel muss "Pipe Message to Shell Command" selektiert werden. Im nächsten Feld wird "/usr/bin/filterscript" eingegeben (oder was auch immer das Skript für einen Namen hat). Wichtig ist auch, dass der Inhalt der nächsten Box von "returns" auf "does not return" geändert wird. Die "0" zum Schluss darf bleiben.
Wesentlich schneller ist da schon der "Then" Bereich konfiguriert: Es muss lediglich in der 2. Box der zuvor erstellte Ordner eingegeben werden, in dem die Spam Mails landen sollen.
Folgende Abbildung wird das nochmals verdeutlichen:
